06.10.2012

J.K. Rowling im SPIEGEL

Weiter unten folgt ein Zitat von J.K. Rowling, deren neues Buch "Ein plötzlicher Todesfall" am 27. September erschien. Das Zitat stammt aus einem Interview des SPIEGEL-Magazins mit der Autorin (Ausgabe 24.09.2012). 

Die Aussage dieses Zitats liegt mir am Herzen. Es ist nicht großartig formuliert - ohnehin geht durch die Verschriftlichung und Übersetzung vieles verloren. Trotzdem:

Es ist eine unangenehme Tendenz im menschlichen Miteinander, dass wir mit immer weniger Empathie aufeinder schauen. Stattdessen urteilen wir über andere, über die wir eigentlich gar nicht urteilen können, weil wir sie viel zu wenig kennen. [...] Ich glaube, dass mangelnde Empathie der Grund vielen Übels ist. Und ich glaube, das zerrüttet die Gesellschaft.

Warum mir das am Herzen liegt?

Ich glaube daran, dass wichtige Dinge im Kleinen beginnen. Längst bestimmt menschliches Verhalten große Teile unserer Umwelt; im Sozialen, wie im Materiellen. Wenn wir alle im Kleinen energie- und wasserbewusst handeln würden, dann gäbe es das Wort "Klimakanzlerin" wahrscheinlich nicht. 

Genau das höre ich aus Rowlings Zeilen heraus: Die Welt ist in vielerlei Hinsicht ein harter, beschissener Ort, an dessen Wegrändern Elendsgestalten im Schatten hocken, ihre Hand ausstrecken und hoffen, dass jemand etwas hineinwirft, dass jemand ihnen hilft. Sie wäre sicher weniger beschissen - ich schließe mich da voll und ganz mit ein ein - wenn es etwas mehr Empathie gäbe.

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