Max Pothmann | Autor | Bühnenbild & Requisitenbau | Köln-Bonn
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22.11.2024

Buddha at the Gas Pump - Interviews with Ordinary Spiritually Awakening People

A couple of years ago I stumbled across an interview from this channel, short name: Batgap (Buddha at the Gas Pump).

The Interview was with Gary Weber, still one of my favorite people - one of the few who managed to reach so deep into the teaching of Sri Ramana Maharshi, that his unconscious thinking ceased completely. 

The Website of Batgap.com offers today 719 long conversations with people who have something to say about enlightenment and spiritual awakening. They come from all corners. Different schools of Meditation, Religion, Yoga, Shamanism, Philosophy and so on. 

The Website is run by Rick and Irene Archer. Rick is the one who does the talks, while Irene takes care of much of the backround work. Rick is a very sympathetic Interviewer who gives space to his guests while at the same time probing deeply into their experience and knowledge. 

I listen to these talks often when I'm on the train or when I do the dishes in the evening.

Here are some of my favourite ones (all interviews are available as audio files on batgap.com):


1. Jeffery A. Martin

A very scientific approach to enlightenment. Mr. Martin claims (proven) that he can teach almost anyone to reach what he calls a "persistent nonsymbolic experience" in six weeks. To listen to how he got there is enlightening in itself.


2.  Gary Weber (unfortunately the sound quality is not too good)

Gary Weber experienced the cessation of the babbling of his mind while running a science lab with 2000 employees. He proposes that we change what he calls the "Operating System" of our minds.


3. Tree Wiseblood

Mrs Wiseblood is wonderfully down-to-earth. She works with Trauma Release Exercises (TRE) and Shamanism.


4. Adyashanti

In the US a very well known teacher of meditation and consciousness. Defenitely worth listening to.

There are many more interviews I enjoyed a lot. Just browse them on batgap.com. There is also a list of the most famous interviews.


04.05.2021

Atemübungen #2 - im Alltag Kraft aus Atmung schöpfen

Tief durchatmen - nicht nur im Urlaub. Photo by Lars Schneider on Unsplash


Rhythmisch Atmen - Herzratenvariabilität - Langsam Ausatmen


In meinem ersten Post zum Thema schrieb ich über die Wim-Hof-Methode, die ich seit zweieinhalb Jahren regelmäßig praktiziere. Seitdem ich einen Balkon habe und das Wetter es mehr und mehr zulässt, genieße ich es, frühmorgens oder am Abend draußen zu sitzen und tief zu atmen.

Die Wim Hof Methode ist allerdings eine eher athletische Variante der Atemübung und nicht alle fühlen sich wohl damit. Welche Alternativen gibt es? Oder: Warum überhaupt Atemübungen?

Betrachtet man Atmung aus der Perspektive von Yoga, lässt sich der Begriff "Atemübung" ungefähr mit "Pranayama" (Sanskrit) übersetzen. Prana bedeutet Lebensenergie. Die Kraft, die jedem Wesen Leben schenkt und eine zentrale Rolle für die Energie spielt, die uns zur Verfügung steht. Beim zweiten Teil des Wortes Ayama geht es um Kontrolle und Erweiterung. Der Begriff der Kontrolle ist in Verbindung mit Atmung vorsichtig zu verwenden. Atemkontrolle im Sinne von Pranayama sollte grundsätzlich behutsam erfolgen, wobei einzelne Übungen durchaus kraftvoll sein können. Bei diesen wird allerdings dazu geraten, sie langsam über längere Zeiträume aufzubauen und regelmäßig, am besten täglich, durchzuführen. Da eine sofortige tägliche Routine als Ziel eher unrealistisch ist, bleibt der Hinweis: Klein und sanft anfangen.

Für mich persönlich sind Atemübungen nicht nur als Element von Yogaübungen und Meditation wichtig, sondern auch in sportlicher Hinsicht zum Beispiel beim Schwimmen oder auch für meine Praxis als Posaunist und Trompeter. Außerdem habe ich nach Ende meiner Tänzerlaufbahn Probleme mit langem Sitzen bekommen. Mein Atmung wurde immer flacher, meine Stressresistenz verringerte sich und ich bekam häufig Kopfschmerzen.

Was kann ich also tun, wenn ich mir vornehme: Ich will Pranayama üben und meinen Atem "verbessern"?

Aus dem weiten Feld der Möglichkeiten möchte ich einige Übungen nennen, die sich auf den Atemrhythmus fokussieren. Sie lassen sich zum Beispiel mit Hilfe einer tickenden Uhr durchführen. Alternativ kannst du ein auf 60 Schläge pro Minute gestelltes Metronom verwenden - als App für jedes Smartphone kostenlos erhältlich. Häufig nutze ich auch beim Spazierengehen meine Schritte als Beat.


Atemübungen unterstützen jede Art von Körpertraining
Photo by 
Jeremy Bishop on Unsplash


1.) Atem verlangsamen

Übe, beim Atmen Sekunden zu zählen. Verlängere langsam deine Atmung. Als Sequenz kannst du folgende verwenden:

2 Sekunden ein - 3 Sekunden aus | 3 Sek. ein - 4 Sek. aus | 4 Sekunden ein - 5 Sek. aus usw. - 

Irgendwann merkst du, dass es lang wird. Dann bleibe für eine Weile in einem Segment, dass sich gut anfühlt, zum Beispiel 8 Sekunden einatmen, 9 Sekunden ausatmen. Später kannst du an dieser Stelle mit jedem Atemzug den Ausatem um eine Sekunde verlängern, sagen wir auf 16. So hast du einen 24-Sekunden-Atemzug, also 2,5 Atemzüge pro Minute: Das ist schon eine sehr gute, niedrige Atemfrequenz. Durch diese Langsamkeit förderst du aktiv deine Herzratenvariabilität, was bedeutet, dass sich dein Puls mit jedem Atemzug geringfügig verlangsamt und beschleunigt: Es überaus gesunder Zustand, der sowohl für tiefe Meditation als auch zum Stressabbau hilfreich ist. Sowohl für einen ruhigen Puls wie auch für die Herzratenvariabilität ist ein im Vergleich zu Einatmen längerer Ausatem hilfreich.

2.) Quadratatmung

Mit dieser Übung lässt sich der wichtige Übergang zwischen Ein- und Ausatmung üben. Für Ein- und Ausatmung sowie für die "Zwischenräume", in denen der Atem spannungsfrei gehalten wird, werden gleiche Zeitinervalle verwendet, zum Beispiel 4 Sekunden jeweils einatmen - halten - ausatmen - halten. Diese Übung lässt sich wieder mit Uhr oder Metronom, aber auch mit gefühltem oder leicht auf den Oberschenkel geklopftem Rhythmus durchführen. Schon nach 10 Minuten stellt sich ein beruhigender Effekt ein.

3.) 10-2-1-2- Atmung

Diese Übung wird von Apnoe-Taucher:innen verwendet: Sie fokussiert besonders auf ein kontrolliertes, langsames Ausatmen. Grob gesprochen kann man sagen, dass ein verlängerter Ausatem hilft, den Puls zu senken, was wiederum für die Herzratenvariabilität hilfreich ist.

Hier ist das Ziel, 10 Sekunden auszuatmen. Pause von 2 Sekunden. Einatem 1 Sekunde. Pause von 2 Sekunden.

Für den Anfang kannst du den Ausatem noch verkürzen: Beginne leicht mit 4 Sekunden und erweitere mit jedem oder jedem zweiten Atemzug um eine Sekunde: Schnell wirst du 10 oder mehr Sekunden sanft und kontrolliert austmen können und dabei spüren, wie dein Körper sich beruhigt und entspannt. 

Das waren erstmal drei Übungen. Wie geschrieben: Atmung ist ein weites Feld. Letzten Endes ist das Ziel, jeden Atemzug bewusst zu tun. Klein Anfangen: Mit dem nächsten.

06.06.2019

Ruhe gesucht? Moby Long Ambients

Photo by Jay on Unsplash

Ich bin Moby-Fan. Ob beim Schreiben, Joggen, Radfahren, auf langen Reisen oder für (zugegenermaßen seltene) Tanzworkshops - seit 1999 das Album "Play" erschien, begleiten mich seine Songs.

Zur Zeit gibt es die Alben Long Ambients 1 & 2 auf Mobys Homepage zum freien Download. Sehr ruhige Musik, die sich wunderbar zum Nichtstun, für Yoga und zur Entspannung eignet.



23.05.2019

Rückentraining - Ganzkörpertraining #2 - Körperliche Schwachstellen

Im Januar schrieb ich zum ersten Mal einen Post zum Thema Training und Rückengesundheit. In diesem Post möchte es weiter vertiefen und auf das Thema Schwachstellen eingehen.

Photo by Chirag Saini on Unsplash

Meiner Erfahrung nach haben wir alle Schwachstellen in unseren Körpern. Manche Menschen kriegen bei Stress Magenschmerzen, andere bekommen leicht Kopfschmerzen, wieder andere erkälten sich schnell oder haben Blasenentzündungen. Ähnlich ist es auch, wenn man ausschließlich die Wirbelsäule betrachtet. Grob wird sie in Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule eingeteilt. Am unteren Ende sitzen Kreuz- und Steißbein, oben verbindet das Altasgelenk den obersten Halswirbel mit dem Schädel.
Auch verdienen die Schnittstellen zwischen den Segmenten der Wirbelsäule - also die Verbindung zwischen Lenden- und Brust, sowie zwischen Brust- und Halswirbelsäule besondere Aufmerksamkeit.

Viele Menschen haben in einem der genannten Bereiche Schmerzen - in ganz unterschiedlichen Häufigkeiten zwar, aber in der Regel hat jede(r) so seine oder ihre Stelle, an der es zwackt. Nicht selten ist ein Bereich besonders unbeweglich oder besonders locker. Oft hat man beides in unterschiedlichen Segmenten, z.B. lockere Lendenwirbel- und harte Brustwirbelverbindungen.

Es kann eine Herausforderung sein, Schwachstellen überhaupt zu finden. Manchmal kommt es mir so vor, als wolle unser Geist sie nicht sehen und lenke uns zielgerichtet davon ab. Während meiner Zeit als Tänzer ging es mir selbst so, dass ich Schwierigkeiten hatte, mich zur Bearbeitung meiner größten Schwächen aufzurufen. Oft fand ich Ausreden und arbeitete lieber "woanders". Dieses Verhalten beobachtete ich auch bei Kolleg*innen.

Wer z.B. Rückenschmerzen häufig im unteren Rücken spürt, sollte sich auf ein starkes Körperzentrum konzentrieren - hierzu gehört ein Training der unteren Hälfte der langen Rückenmuskeln, des unteren Bauches, aber auch der Gesäßmuskeln, der Oberschenkel (besonders der Rückseiten) und der Hüftgelenke. Trainiert man hingegen Bereiche wie Schultern und Arme, ist es gut möglich, dass die Schmerzen und Probleme wachsen.

Seit einem Jahr sammle ich in einer Youtube-Playlist hilfreiche Videos zum Thema. Hier finden sich neben reinem Muskeltraining auch Streches, Mobiltiätsübungen, Yoga und Qigong. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei!


Playlist "Training":