09.06.2012

Die Zukunft des Physikers


Der heute 70jährige theoretische Physiker Stephen Hawking veröffentlichte 1988 "Eine kurze Geschichte der Zeit". Kein wissenschaftliches Buch hatte jemals solch großen Erfolg. Mit "Das Universum in der Nussschale" folgte 2001 ein weiteres, etwas leichter verständliches Werk über die Entwicklungen in der theoretischen Physik des 20sten Jahrhunderts.

Physiker sind stets der Meinung, in den nächsten Jahren den Durchbruch zur Entdeckung der alles erklärenden Weltformel zu erreichen. Da macht auch Mr. Hawking trotz seiner großen Klugheit keine Ausnahme. Gleichzeitig sind einige seiner Aussagen tatsächlich als prophetisch zu verstehen. 2001 schrieb er Folgendes:

Schon in zehn Jahren werden sich viele von uns für eine virtuelle Existenz im Netz sowie für Cyberfreundschaften und Cyberbeziehungen entscheiden.

Facbeook lässt grüßen.

Etwas bedenklicher: Mr. Hawking hält die gentechnische Veränderung von Menschen für eine sichere Tatsache. Er sagt ausdrücklich, dass er nicht dafür ist, er hält es einfach für umöglich, derartige Experimente (und Resultate) zu verhindern.
Zum Beispiel geht er davon aus, dass Embryonen in naher Zukunft außerhalb des menschlichen Körpers gezüchtet werden. Dadurch ließe sich das menschliche Gehirn vergrößern. Dessen Wachstum wird bei natürlicher Geburt durch den Umfang des Geburtskanals fest begrenzt.

Lose verknüpft mit diesem Thema steht aktuell in der Zeitung:

Wissenschaftler der University of Washington (Seattle) haben mit DNA-Analysen mütterlichen Bluts und Speichel des Vaters erstmalig das komplette Genom eines ungeborenen Kindes entziffert. In Deutschland wird es in Kürze einen Bluttest für das Downsyndrom geben. Die Firma Lifecodexx will noch im Juni den Test auf den Markt bringen. (ksta, 09.06.2012)

Gut daran: Der gesundheitlich und moralisch mehr als bedenklichen Fruchtwasseruntersuchung wird das Wasser abgegraben. Traurig: Menschen mit Downsyndrom werden in Zukunft noch seltener geboren. Dabei tragen sie soviel Licht in unsere Welt.

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