19.10.2010

Im Kino: Twelve

Ein modelschöner junger Mann steht mit zerwuschelten Haaren einsam auf New Yorker Dächern. In den Straßen und Parktunneln von Manhattan verkauft er Drogen aus Harlem an seine alten Klassenkameraden. Die sind alle so reich, dass sie nicht wissen, wohin mit all dem Geld, dem Erfolgsdruck und der ganzen Gefühlskälte. White Mike, der Dealer ist verglichen mit ihnen ein armer Schlucker. Seine Mutter ist gestorben, der Vater kellnert. Wir erleben hier eine Wiederholung dieses Kernelements amerikanischer Geschichten - den Tod eines Familienmitglieds.
Kiefer Sutherland gibt aus dem Off Informationen über die Protagonisten. Seine raue, zeitlose Stimme allein macht diesen Film (neben all den schönen Gesichtern) guckbar. Zwar ist das Lebensgefühl dieser neurotischen Generation reicher Immernoch-Teenager für uns Mittelgewichtseuropäer schwer nachvollziehbar, aber allein weil sie alle so unreal schön daher kommen, gucken wir ihnen gerne beim Abkacken zu. Am Ende heißt es dann, wie üblich in Amerika: Live the best life you can.

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