21.01.2019

Flashback #10 - ZOOM | Novatanz

Gerade habe ich zufällig diese Video gefunden. 2012 tanzte ich für Carmen Casagrandes Label NOVATANZ zusammen mit Patrick Entat in der Produktion ZOOM. Hier ein Trailer mit Eindrücken: 


18.01.2019

Camping mit Zelt auf Gran Canaria


Winterurlaub auf Gran Canaria

Die Kanarischen Inseln sind ein beliebtes Urlaubsziel für Mittel- und Nordeuropäer. Das Wetter auf den "Inseln des ewigen Frühlings" ist auch im Winter warm genug für einen Urlaub mit Rucksack und Zelt.

Strand- und Wanderurlaub lassen sich auf Gran Canaria, der zweitgrößten Insel des Archipels sehr gut miteinander verbinden. Es gibt eine ganze Reihe schöner Strände abseits vom Massentourismus. Und die Bergwelt im Landesinneren der Insel bietet eine riesige Fülle von Wandermöglichkeiten.
Nach drei Reisen auf die Insel habe ich hier meine Erfahrungen gebündelt und eine Liste von Campingplätzen erstellt.


Wegweiser zum Campingplatz Villamar, Tasartico

Fortbewegung


Die meisten Besucher mieten sich Autos. Mietpreise und Benzin sind niedrig und man spart sich das Tragen des Gepäcks. Wir haben das einmal für einige Tage ausprobiert und uns doch wieder für die schlichte Variante entschieden: Fortbewegung mit öffentlichen Bussen und durch Trampen.

Das Busnetz auf Gran Canaria ist umfassend und angenehm. Man erreicht alle größeren Orte - auch die hochgelegenen Bergstädtchen wie Artenara und Temisas. Da manche Strecken nicht von Bussen angefahren werden, trampen wir auch immer wieder. Bisher haben wir eine Erfolgsquote von 100% und sind immer von netten Menschen mitgenommen worden, teils von Touristen, teils von Einheimischen, die stets über die Maßen hilfsbereit waren.

Und jetzt zu den Campingplätzen:


Camping Playa de Vargas


Dieser Platz eignet sich schon wegen seiner Nähe zum Flughafen für einen Besuch. Wir fahren in der Regel nach unserer Anreise zuerst dorthin. Der Campingplatz ist nicht direkt ans Busnetz angeschlossen - man kann für 1,40€ mit der Buslinie 1 Richtung Süden bis auf 1,2 Kilometer heranfahren und den Rest laufen bzw. trampen. Die Busfahrer wissen Bescheid, wenn man ihnen den Namen des Platzes als Ausstieg nennt. Alternativ kostet ein Taxi vom Flughafen ca. 15,-€.

Campingbucht am Playa de Vargas

Der Campingplatz liegt ein paar Hundert Meter mit freier Sicht vom Strand entfernt. Man zeltet windgeschützt in kreisförmigen Betonbuchten, die mit schattenspendenden Schilfrohrdächern bedeckt sind. In den Buchten sind in der Regel einige Stühle und ein Tisch vorhanden. Es gibt sogar aufgebaute Zelte für Minimalisten, die ohne Zelt reisen, sowie Holzhütten zum Mieten. Auf dem Campingplatz ist ein Restraurant.

Der Stand grenzt an ein kleines Naturschutzgebiet. Er ist in drei Segmente geteilt: Schwimmer, Wind- und Kitesurfer. Der Wellengang kann intensiv sein. Am Ufer ist der Strand steinig - ist man einmal im Wasser, steht man jedoch auf Sand, so dass man gut barfuß baden kann.

Kleine Abzüge gibt es in Vargas für den gelegentlich starken Wind, die nachts bellenden Hunde auf einem Nachbargrundstück und den Lärm der Flugzeuge. Trotzdem ein friedlicher Ort, an dem man gut einige Tage verbringen und sich eingewöhnen oder den Urlaub ausklingen lassen kann. Für zwei Personen mit Zelt kostet eine Nacht 15,-€. Ab zwei Nächten pro Nacht 10€,-. Zur Webseite.

Camping El Pinillo


Ein Stück weiter nach Süden und etwas im Inland gelegen findet sich der Campingplatz von Temisas, der einzige in dieser Liste, den ich noch nicht kenne. Stattdessen folgen wir der Küste nach Süden und gelangen als nächstes zum Campingplatz El Pinillo. Er liegt ca. 10 km weit im Landesinneren an der Straße GC505, die von Arguineguín nach Soria führt. Auf dieser Straße fährt kein Bus - man muss also trampen oder laufen. Wir sind die Strecke bereits einige Male getrampt und stets nach einer Weile mitgenommen worden.

Rechts unten liegt im Tal Camping El Pinillo

El Pinillo bietet Platz für Caravane und für Zelte sowie kleine Holzhütten zum Mieten. Es gibt einen Pool und ein gutes Restaurant mit freundlichem Service. Der Platz hat einen vergleichsweise hohen Standard und erinnert ein Stück weit an ein kleines Ferienresort. Hier machen auch viele Kanaren Urlaub.

Der Ort eignet sich gut als Startpunkt für Wanderungen. Man kann entweder gleich von der Südspitze des Parkplatzes nach Westen in die Höhe gehen oder die Straße bis Soria hochfahren/trampen, um dort oben Wanderungen zu beginnen - beispielsweise zum Stausee Presa De Las Niñas, wo sich auch eine Zona de Acampada befindet (s.u.).

Camping Villamar


Stellt man sich die rundliche Form von Gran Canaria vor wie das Ziffernblatt einer Uhr, liegt ungefähr auf halb acht die Touristenhochburg Puerto de Mogan. Wer nach Tasartico weitermöchte, sollte hier Vorräte einkaufen - ein Supermarkt liegt in Sichtweite des Bushofs. Von hier fährt die Buslinie 38 nach La Aldea de San Nicolas. Auf dieser Route liegt mein Lieblingscampingplatz. Der Bus fährt eine gute Stunde zum Abzweig Tasartico. Man befindet sich nun im Westen der Insel, in einem der letzten Täler mit dauerhaft sommerlichem Wetter.


Mein Lieblingsplatz - Camping Villamar bei Tasartico

Von der Bushaltestelle führt die schmale Straße GC204 ca. 7 Kilometer ins Tal hinab. Trampen ist hier relativ einfach, weil die Autos langsam fahren müssen und alle Fahrer wissen, dass der Weg etwas beschwerlich ist. Vom Örtchen, in dem es weder Handynetz noch Einkaufsmöglichkeiten gibt, führt eine Schotterstraße die letzten drei Kilometer zum Strand. Die Schotterstraße ist bekannt, weil hier der Abzweig zur Wanderung zum Playa de Güigüí liegt, einem der schönsten Strände der Insel, der nur zu Fuß über einen 500 Meter hohen Pass zu erreichen ist.

Aber wir wollen erstmal weiter. Der Campingplatz Villamar liegt einige hundert Meter vom Wasser entfernt im Tal. Es gibt ein kleines Restaurant und einen Minimarkt, der die nötigsten Dinge bietet. Waren früher die Duschen noch kalt, sind sie mittlerweile morgens und abends warm. Man zeltet auf Terassen. Mit etwas Glück findet man Platz unter einem der Johannisbrotbäume. Die Besitzer sind sehr freundlich, ebenso der Mann, der sich um die Camper kümmert. Eine Übernachtung mit Zelt kostet für zwei Personen mit Zelt ca. 10,-€. Alternativ zu mieten sind auch hier Holzhütten oder ein Apartement.


Außer einigen kanarischen Dauercampern gibt es in der Regel nur wenige Gäste: ein wunderbar ruhiger Ort, wo Katzen in der Sonne liegen und die Zeit langsam verstreicht. Der Strand ist steinig und manchmal etwas wild - Wasserschuhe erleichtern den Ein- und Ausstieg beträchtlich. Man sieht oft Leute schnorcheln, manche fischen auch schwimmend.

Aufwachen nach einer Nacht unter freiem Himmel am Playa de Güigüí

Der Platz eignet sich als Basis für die Wanderung nach Güigüí. Man kann z.B. das Zelt und einen Teil seiner Ausrüstung stehen lassen, zum Strand wandern, dort unter offenem Himmel übernachten und am nächsten Tag zurückkehren. Da es in Güigüí Trinkwasser gibt, braucht man nicht allzuviel mitzunehmen. Es gibt in Tal sogar eine Hütte, in der man ein Bier oder einen Kaffee bekommt. Die Tour ist an einem Tag machbar, was ich nur für Geübte empfehle. Vom Barranco de Tasartico zweigen noch einige kleine Täler ab, die gut für Touren eigenen. Auch hier sollte man etwas Erfahrung mitbringen.

Camping La Marciega


Am Strand von La Aldea de San Nicolás, Blick nach Süden

Nun haben wir die Insel fast zur Hälfte umrundet. Nördlich von Tasartico liegt La Aldea de San Nicolás. Hier spielt der Tourismus nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Ort ist geprägt von Tomaten- und Bananenplantagen. Es gibt einen kleinen, hübschen Stadtkern mit mehreren Restaurants und Geschäften. Folgt man der Hauptstraße, gelangt man nach ca. vier Kilometern zum Stand. Hier liegt ein kleiner Hafen, um den sich einige Häuser und Gaststätten gruppieren. Es gibt einen wunderschönen Park mit Café, zu dem die Kanaren Wochenendausflüge machen. Besonderheit: ein wenig scheues Paar der kanareneigenen Rabenart, das in den Bäumen sitzt und jedes Geschehen kommentiert.

Camping La Marciega am Strand von La Aldea de San Nicolás

Der Campingplatz La Marciega liegt an der Straße zum Strand. Manchmal ist das Tor verschlossen - dann kann man die Telefonnummer anrufen, die auf dem Schild steht. Ein ganz einfacher Platz mit einer warmen Dusche, einer Toilette und Trinkwasser, auf dem man völlig in Ruhe gelassen wird. Auch hier kostet die Nacht für zwei Personen 10,-€. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Berge und kann den Roque Nublo sehen, das Wahrzeichen der Insel. Minuspunkt: Nebenan liegt ein Wasser- oder Energiewerk, das durchgängig rauscht.

Naturcampingplätze


Zona de Acampada Presa de las Niñas

Auf den Kanarischen Inseln gibt es viele Naturschutzgebiete. Hier liegen sogenannte Zonas de Acampadas - Orte, an denen man kostenlos campen kann. Auf den größeren Zonas de Acampadas gibt es Toiletten und fließendes Wasser. Man benötigt eine Erlaubnis. Diese bekommt man, nachdem man ein Online-Formular ausfüllt, das auch auf Englisch angeboten wird. Das Formular verlangt, dass man drei Wunschplätze angibt. Eine Liste mit allen Zonas findet sich hier. Ich habe einmal versucht, nur einen Ort einzutragen, bekam aber sofort eine Absage. Nachdem ich drei Ort angegeben hatte, kam unverzüglich eine Bestätigung. Nun hat man per Email eine Erlaubnis. Diese muss man auf der Insel persönlich in einem der Ämter abholen. Das jeweilige Amt kann man selbst aussuchen und im Online-Formular angeben. In der Regel lässt sich das gut mit der Reiseplanung vereinbaren, es gibt die Ämter in jeder Stadt. Auf den Naturcampingplätzen kommen vormittags Ranger vorbei und kontrollieren. Besonders empfehlen kann ich hier die folgenden Orte:

  • Presa De Las Niñas - (bereits unter "El Pinillo" erwähnt). Liegt auf 500 Meter, wunderschöner Blick nach Süden.
  • Tamadaba - über 1.000 Meter hoch, östlich von La Aldea de San Nicolas, wie auch die anderen beiden im Kiefernwald gelegen. Unzählige Wandermöglichkeiten, z.B. ins Tal von Juncalillo, in dem sich 2.000 Jahre alte Höhlenbehausungen finden (man kann auch in Höhlen übernachten, z.B. in "Puerta del Sol")
  • El Garañón - liegt in der Mitte der Insel auf ca. 1.000 Meter. Der Pico de las Nieves, der höchste Gipfel der Insel, liegt in Reichweite.

Blick auf den Stausee Presa de las Niñas

29.12.2018

Sonnenstrahlen in den Winter



Zufällig bin ich auf dieses Video der zweiköpfigen Band KAYAM gestoßen. Die Zwillinge Kim und Mike Rauss machen Musik, die sie als Falafel Pop bezeichnen - vielleicht davon beeinflusst, dass die beiden einen Teil ihrer Kindheit in Israel verbracht haben. Das Video wurde in der Körnerstraße gedreht, die sieben Jahre lang meine Heimat gewesen ist. Noch immer bin ich häufig dort, wenn ich die Drahtflechterei besuche, die gleich an der Kreuzung liegt, die man im Video sieht. 

Die strahlende Tänzerin im Video ist Annalaura Beckmann, die zuletzt gemeinsam mit Jonas Schiffauer unter dem Label HIPPANA das Stück Milk and Ashes auf die Bühne gebracht hat. Darin verweben sie Physical Theatre, Jonglage und Tanz zu einer Performance, die zu den klarsten und schönsten gehört, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in ein leuchtendes Jahr 2019 und freue mich auf allgemeines Wiedersehen!

19.11.2018

Overhead Project - My Body is Your Body

Nachdem ich bereits am Objektbau für Surround beteiligt war, hab ich für die neue Produktion von Overhead Project drei Stühle gebaut, die Barhockern ähneln. Aus Vierkantstahlrohr, mit verspiegelten Sitzflächen und Rückenlehnen, auseinandernehmbar. 
Die drei Darsteller*innen Leon Börgens, Leonardo García und Mijin Kim zeigen unter der Leitung von Tim Behren ein wahres Fest der Bewegungskunst.

Das Stück ist für den Kölner Tanztheaterpreis 2018 nominiert!



Mehr Infos mit Terminen und Presseschau hier.

12.09.2018

Wort & Tonschlag am Niederrhein und in Köln



"Perfekter Mix aus Lesung und Konzert" (RP-online)


WORT & TONSCHLAG mit ihrem Programm Wir sinken das Licht


Seit nunmehr neun Jahren bringen Sie ihren schrägen Mix aus Lesung und Konzert auf die Bühne. Autor Max Pothmann und Musiker Daniel Wouters treffen sich dort, wo eine Lesung aufhört und ein Konzert beginnt. Stets auf dem schmalen Grad zwischen Tiefsinn und Unterhaltung, zwischen Schönheit und schräger Improvisation.

Für diesen Herbst haben sich beide mächtig ins Zeug gelegt. Daniel Wouters hat sich vom reinen Gitarristen zum Livekomponisten entwickelt. Jetzt werden Beats, Synthi-Klänge und Sampler mit dem Sound seiner Gitarre zu atmosphärischen Klangwelten verschraubt: Ein Ohrenschmaus!
Nach drei Monaten in Griechenland und einer Reise nach Sambia liefert Max Pothmann ein vollständig neues Programm voller Sand, Pomeranzen und Widerstand gegen die Normalkraft.

26.09. Bücherkoffer, Geldern, 19:30 Uhr

29.09. KuK, Kevelaer, 21 Uhr

04.10. Drahtflechterei, Köln, 20 Uhr

05.10. Raum für Mühlheim, Köln, 20 Uhr

25.08.2018

Reise nach Sambia

Im Juli war ich in Sambia. Hier sind einige Eindrücke der Reise, gefilmt von Ichiro Mizutani:


Zambia Part 2 from Ichiro Mizutani on Vimeo.

15.08.2018

Fokus und Konzentration

Seit Mitte Januar arbeite ich an einem Roman. Die ersten drei Monate dieser Zeit verbrachte ich auf der griechischen Insel Ithaka in einem Häuschen am Meer (sieh frühere Posts). Fokus und Konzentration fielen mir dort leicht. Es gab schlichtweg kaum Ablenkung von meinem Vorhaben: Jeden Tag stand ich mit der Sonne auf und konnte mich ganz dem Schreiben widmen.
Problematisch wurde in diesem Setting vielmehr der Körper: Vom unergonomischen Arbeiten am Laptop bekam ich Nackenschmerzen und einen Tennisarm.

Mitte April kam ich zurück nach Köln. Seit einiger Zeit arbeite ich nachmittags wieder regulär. Jeden Morgen setze ich mich an meinen Text. Jonathan Frantzen hat einmal ungefähr gesagt, man können kein Buch schreiben, wenn man an seinem Arbeitsplatz einen Internetzugang hat. Ganz falsch ist das nicht. Wie leicht man sich in Recherchen verliert oder sich gleich ganz ablenken lässt von der eigentlichen Arbeit, nämlich dem Schreiben der Geschichte.

Zufällig bin ich auf die wunderbar simple "Breathing Exercise" von Google gestoßen. Mir hilft sie, das Zentrum wiederzufinden, wenn es verloren geht:


13.06.2018

In Kugeln Wald

Schon seit einiger Zeit verfolge ich die Entwicklungen der "Tiny House Bewegung". Immer mehr Menschen bauen sich ultrakleine Häuser. Dabei geht es genauso um das Senken der Lebenshaltungskosten auf ein Minimum, wie um die Reduktion materieller Ansprüche. Im Idealfall lässt sich ein Tiny House mit dem PKW bewegen. Die Tatsache, dass man derzeit bei Tchibo Tiny Houses bestellen kann, spricht dafür, dass wir es hier mit mehr als einer winzigen Randbewegung zu tun haben.

Etwas weiter gefasst, lässt sich die Tiny House Bewegung in eine Zeitströmung einordnen, der es draum geht, das eigene Leben räumlich und ökologisch selbst zu gestalten. Häufig wollen Menschen, die sich dieser Strömung zuordnen lassen, weniger Zeit mit Geldverdienen verbringen. In ihrer sogenannten freien Zeit liegen sich jedoch nicht am Strand in der Sonne, sondern sie bauen, gestalten, gärtneren, bereisen den Planeten, suchen und finden neue Lebensräume. Ob sie in umgebauten Lastern unterwegs sind, Wasserreinigungsysteme oder Treibhäuser entwerfen oder im amerikanischen Westen Häuser aus Blechdosen bauen: Sie leben einfach, kreativ und haben ein Stück weit das gängige Raster unserer Lebensnormen verlassen. Nur selten geben sie ihrem Ansatz ein politisches Label, vielmehr sprechen hier Taten statt Worte. 

Ein gutes Portal mit Netz-Information ist Faircompanies.

Der Youtube-Kanal von Kirsten Dirksen bietet eine Fülle von Inspiration. Diese zum Beispiel:

23.04.2018

Ithaka #4 - Zurück nach Deutschland


Seit einigen Tagen bin ich nach drei Monaten aus Ithaka zurückgekehrt. Hinter mir liegt eine spannende, lehrreiche Zeit. Drei Monate in relativer Einsamkeit, in einer einfachen Hütte mit Meerblick und praktisch keinerlei Ablenkung. Kein Verkehrslärm. In der ganzen Zeit kamen zweimal Menschen unangemeldet vorbei - und angemeldet auch nicht öfter. Ich konnte mich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren.

Hier folgen noch einige fotografische Eindrücke.


Strand "Filiatro"

Abgesehen vom Erlebnis der Einsamkeit und dem täglichen Schreiben war das Kennenlernen der Gemeinschaft von Sarakiniko sehr bewegend. Mir sind einige wunderbare Menschen begegnet. Oberflächlich habe ich einen Eindruck davon bekommen, wie sich die Idee eines gemeinschaftlichen Inselparadieses im Laufe von vier Jahrzehnten entwickelt. Aus den anfänglich über 200 Gesellschaftern sind 60 geworden. Heute lebt noch etwas mehr als ein Dutzend permanent auf der Insel. Für viele ist ihre Hütte zum Urlaubsort geworden, in dem sie die klimatisch angenehmsten Monate des Jahres verbringen. Sich hier auch eine Existenzgrundlage zu schaffen, hat damals nur für wenige funktioniert, zumal es der Gruppe nicht gelang, als Gemeinschaft wirtschaftliche Lösungen zu finden.

Der letzte Abend, Saharastaub in der Luft

Morgensonne


Präsent in Griechenland: Die Kirche

Die "Sarakiniko-Bucht"

Strand bei Lefki

Das Hafenbecken von Vathy im Morgendunst

Heimreise - ein letzter Blick zurück