Max Pothmann | Autor | Bühnenbild & Requisitenbau | Köln-Bonn
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26.01.2024

Übungen vor dem Schlafengehen

Was tun, um besser zu schlafen?

Auf diese Frage gibt es eine ganze Palette von Antworten - Schlaf ist ein komplexes Thema, das sich nicht durch eine einzelne Stellschraube wesentlich verändern lässt. Für mich ist Schlafrhythmus zentral. Der Körper ist ein Gewohnheitstier und wenn man ihn mehr oder weniger zu gleichen Zeit zur Ruhe bettet, weiß er Bescheid, hat sich schon vorher darauf eingestellt, schläft schneller ein und wacht häufig von selbst zu ähnlicher Zeit auf. 

Trotzdem die Frage: Was kann ich vor dem Schlafengehen tun, um erstens besser einzuschlafen und zweitens während des Schlafs mehr Erholung zu bekommen? Diese Frage stellt sich zum Beispiel, wenn man ohnehin schon muskulär verspannt ist und dringenden Bedarf hat, "weicher" zu werden.

Eine viel mit Erfolg praktizierte Technik sind Dehnübungen vor dem Zubettgehen. Ich habe eine Reihe von Sequenzen, die ich abwechselnd nutze. Dabei mache ich manchmal auch dynamische Übungen, die meinen Puls noch einmal hochfahren. Davon wird regulär eher abgeraten, aber für mich funktioniert es sehr gut in Kombination mit Atemübungen, die den Puls anschließend runterfahren. 

Suche ich im Internet nach Themen wie "Stretching for better sleep", finde ich eine ganze Reihe von Anleitungen und Vidoes. Die eindeutig beste Sequenz ist aus meiner Sicht die der Sleepfoundation:

16.09.2014

Internet-Fernsehen: High Maintenance

Dieses Goldkorn fand ich über einen Artikel in einer Sommerausgabe des New Yorker. Das Magazin war aus dem Gepäck eines unserer WG-Zaungäste, in diesem Fall ein sanfter Jazzpianist, in der Klolektüre gelandet. 

In High Maintenance geht ein radfahrender Gras-Dealer in New York (meistens in Brooklyn) seiner Arbeit nach. Er besucht die Leute zuhause und erlebt Geschichten mit schrägen Typen; ein prokrastinierender Schriftsteller in Frauenkleidern, eine krebskranke Frau ohne Appetit, zwei Superarschlöcher, ein verkorkstes Pesachfest. 

Die Episoden variieren in ihrer Länge zwischen 5 und 15 Minuten - das Netzformat befreit von festen Längenvorgaben. Nicht nur merkt man allen Beteiligten große Freude bei der Arbeit an - auch die Form des Geschichtenerzählens überzeugt durch Humor und menschliches Gespür. 

Die hier verlinkte Episode, Quasim zeigt einen jungen Mann, der nach dem "Uberman-schedule" lebt. Er schläft pro Tag nur zwei Stunden, verteilt auf sechs 20-minütige Einheiten. Ein Anreiz, mich durch die Schlafartikelsammlung bei Wikipedia zu lesen. 

I think I sleep segmented...


A web series.

Created / Written / Directed By: Katja Blichfeld and Ben Sinclair
Executive Produced By: Katja Blichfeld, Russell Gregory, Ben Sinclair

For more episodes visit helpingyoumaintain.com/episodes

25.04.2014

A Broom Among Brooms

File:Unbearable lightness of being poster.jpg

Gestern erwähnte ich den Film "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Philip Kaufman. Ich könnte ihn der Reihe der "verpassten Filme" zuordnen. Es gibt ja so Werke, die eigentlich jeder kennt, die man selbst aber nicht gesehen hat.

Gestern also, endlich. Juliet Binoche hat mich niemals stärker beeindruckt als in diesem Film - und das will eine ganze Menge heißen.

In einer Szene kann Tereza (Binoche) nicht schlafen. Tomas (Daniel Day-Lewis) umarmt sie. Leise spricht er in ihr Ohr:

Sleep in my arms
like a baby bird
like a broom among brooms
in a broom closet

Like a tiny parrot
like a whistle

Like a song
sung by a forrest
within a forrest
a thousand years ago