Those of you who meditate might've come across the following: You sit and a weight drags you down. It can be a weight in your body, in your spirit or in your heart. Like a tension in your back, like troubling thoughts about your future, like a conflict with someone around you.
While you meditate, you wish to get rid of that weight, because it keeps you from entering emptiness. And then suddenly the memory of a funny situation hits you: You smile or even laugh out loud. The weight disappears. It's like the bending of the corners of your mouth lifts up your whole body and takes away the tension.
I've tried to find memories that make me laugh. I mean, really laugh. That was surprisingly difficult. It shouldn't be hard to find funny situations. But it is. Luckily I have my brother - just thinking of him can give me a huge smile. Not just for that I love him, which he hopefully knows even though I never tell him.
Max Pothmann | Autor | Bühnenbild & Requisitenbau | Köln-Bonn
Mehr Infos auf meiner Webseite www.maxpothmann.de
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11.08.2011
07.08.2011
Kathryn Schulz: On being wrong
OK, these are 18 minutes. I don't have any illusions about how many of you are going to take the time to watch this video. Kathryn Schulz doesn't even have a very gripping way of saying what she's come to say. And her final conclusion is a bit too fluffily American for my taste. But still: 18 minutes internet that are worth the time.
11.05.2011
Alltagsbuddhisten #4 / Fromm #1
Erich Fromm fügt in The Art of Loving essentielle Zusammenhänge in unnachahmlich deutlicher Form zusammen. Seine Meditationsübung trifft die Faust voll aufs Auge.
'It would be helpfull to practice a few very simple exercises, as, for instance, to sit in a relaxed position (neither slouching, nor rigid), to close one's eyes, and to try to remove all interfering pictures and thoughts, then to try to follow one's breathing; not to think about it, nor force it, but to follow it - and in doing so to sense it; furthermore to try to have sense of "I"; I = myself, as the center of my powers, as the creator of my world. One should, at least, do such a concentration exercise every morning for twenty minutes [...] and every evening before going to bed.'
(S. 104)
'It would be helpfull to practice a few very simple exercises, as, for instance, to sit in a relaxed position (neither slouching, nor rigid), to close one's eyes, and to try to remove all interfering pictures and thoughts, then to try to follow one's breathing; not to think about it, nor force it, but to follow it - and in doing so to sense it; furthermore to try to have sense of "I"; I = myself, as the center of my powers, as the creator of my world. One should, at least, do such a concentration exercise every morning for twenty minutes [...] and every evening before going to bed.'
(S. 104)
08.03.2011
Alltagsbuddhisten #3
Fritz Mühlenwegs Großer Tiger und Christian gehört zu den Büchern, die mit elf endgültig einen Leser aus mir gemacht haben. Zwei Zwölfjährige durchqueren im frühen 20sten Jahrhundert in Gesellschaft eines Schurken und eines Soldaten namens Glück per Lastwagen die Wüste Gobi. Die Geschichte atmet feinsinnige, menschenfreundliche Beobachtungsgabe und macht große Lust aufs Reisen. Unter den vielen guten Sätzen hat sich besonders einer als hartnäckig erwiesen. Er ist zwar nicht unmittelbar buddhistisch, aber wir wollen nicht kleinlich sein (nichtmal in meiner leicht abgewandelten Übersetzung):
In der Eile liegen Fehler.
Wer in der Stadt lebt, der gerät unweigerlich in zeitnötige Situationen. Es gilt, Termine einzuhalten, nicht zu spät zu kommen zu allen möglichen Anlässen von der Arbeit über den Sport bis zum Essen mit Freunden oder dem Kinofilm. Die Schnelligkeit, mit der man die Tasche packen und die Haustür hinter sich ins Schloss fallen lassen kann, kennt jeder. Ganz zu schweigen von der geringen Zeitmenge, die nötig ist, um einen Teller voll Essen zu leeren.
Ich bin kein regelmäßiger Konsument spiritueller Bücher. Da denke ich: Die Menge an Input sollte mit jener an Praxis in Einklang stehen. Manchmal springen mir aus Regalen Bücher entgegen, die mich zurechtrücken. So ging das neulich mit einem Gedichtband von Thích Nhất Hạnh: Nenne mich bei meinen wahren Namen.
Zugegeben: Der Titel muss nicht umbedingt Gutes verheißen. Ich dachte erstmal an seichtes Gelabere, obwohl der Autor großen Respekt genießt. Bereits nach drei Gedichten klang es anders in mir. Ich konnte den Spalt spüren, der sich zwischen den eigentlich inneren Zielen und der Wirklichkeit aufgetan hatte.
In der Eile liegen Fehler.
Das sage ich mir oft - und vergesse es sofort wieder. Gerate beim Abschließen des Fahrrades, beim Packen des Rucksacks oder am Fahrkartenautomaten in Hektik - schnelle Handgriffe, nicht genau hinsehen, zack, zack. Auf einmal gelingt es mir wieder, Ruhe zu finden. Meinen Händen nicht erlauben, sich schnell zu bewegen. Zielsicher jede Bewegung auszuführen. Der Effekt ist überraschend in seiner Stärke. Jetzt am Ball bleiben - schnell!
In der Eile liegen Fehler.
Wer in der Stadt lebt, der gerät unweigerlich in zeitnötige Situationen. Es gilt, Termine einzuhalten, nicht zu spät zu kommen zu allen möglichen Anlässen von der Arbeit über den Sport bis zum Essen mit Freunden oder dem Kinofilm. Die Schnelligkeit, mit der man die Tasche packen und die Haustür hinter sich ins Schloss fallen lassen kann, kennt jeder. Ganz zu schweigen von der geringen Zeitmenge, die nötig ist, um einen Teller voll Essen zu leeren.
Ich bin kein regelmäßiger Konsument spiritueller Bücher. Da denke ich: Die Menge an Input sollte mit jener an Praxis in Einklang stehen. Manchmal springen mir aus Regalen Bücher entgegen, die mich zurechtrücken. So ging das neulich mit einem Gedichtband von Thích Nhất Hạnh: Nenne mich bei meinen wahren Namen.
Zugegeben: Der Titel muss nicht umbedingt Gutes verheißen. Ich dachte erstmal an seichtes Gelabere, obwohl der Autor großen Respekt genießt. Bereits nach drei Gedichten klang es anders in mir. Ich konnte den Spalt spüren, der sich zwischen den eigentlich inneren Zielen und der Wirklichkeit aufgetan hatte.
In der Eile liegen Fehler.
Das sage ich mir oft - und vergesse es sofort wieder. Gerate beim Abschließen des Fahrrades, beim Packen des Rucksacks oder am Fahrkartenautomaten in Hektik - schnelle Handgriffe, nicht genau hinsehen, zack, zack. Auf einmal gelingt es mir wieder, Ruhe zu finden. Meinen Händen nicht erlauben, sich schnell zu bewegen. Zielsicher jede Bewegung auszuführen. Der Effekt ist überraschend in seiner Stärke. Jetzt am Ball bleiben - schnell!
26.02.2011
Nachtrag zu vorgestern
Eigentlich müsste ich den letzten Eintrag löschen.
Ich schreibe über geschärfte Wahrnehmung und erweise mich als völlig blind:
Gerade wohne ich in der Kölner Südstadt zur Untermiete. Die Hauptmieter sind in Laos untwegs. Vor ihrer Abreise habe ich nicht daran gedacht, nach den Mülltonnen zu fragen. Schrieb also eine Mail und erhielt die Antwort, die Tonnen stünden im Hinterhof - dort, wo ich seit einer Woche jeden Tag mit dem Rad vorbeirolle. Autsch!
24.02.2011
Alltagsbuddhisten #2
Aus der Serie "Wahrnehmungsschärfung für Alltagsbuddhisten" hier folgende Übung:
Türen öffnen gehört zu den Tätigkeiten, die wir gerne unserem Autopiloten überlassen. Einen Tag lang jede Tür bewusst öffnen. Gar nicht so schwer - und sehr wirkungsvoll.
15.01.2011
Innen - Außen
Aus der Reihe 'Wahrnehmungsschärfung für Alltags-Buddhisten' hier eine kleine Übung, die mir beim Wandern in holländischer Winterlandschaft in den Sinn kam:
1. Konzentriere dich auf dein inneres Zentrum. Wenn du ein Gefühl für deine innere Mitte gefunden hast, richte deine Aufmerksamkeit auf das hierzu benutzte (geistige) Wahrnehmungsorgan.
2. Jetzt konzentriere dich auf deine Sinne - besonders die Augen. Erkunde, wie sich die visuelle Wahrnehmung verändert, wenn der Geist loslässt und das Denken endet (die Augen geben den Fokus auf).
3. Wiederhole die ersten beiden Schritte ein paar Mal.
4. Jetzt beginne, die Schnittstelle zu suchen: Wo genau geschieht das Umschalten von nach innen gerichteter zu nach außen gerichteter Wahrnehmung?
Wie mein kölscher Mathelehrer zu sagen pflegte: Dat is de Stell', wo dat Pferd sisch lesch'.
1. Konzentriere dich auf dein inneres Zentrum. Wenn du ein Gefühl für deine innere Mitte gefunden hast, richte deine Aufmerksamkeit auf das hierzu benutzte (geistige) Wahrnehmungsorgan.
2. Jetzt konzentriere dich auf deine Sinne - besonders die Augen. Erkunde, wie sich die visuelle Wahrnehmung verändert, wenn der Geist loslässt und das Denken endet (die Augen geben den Fokus auf).
3. Wiederhole die ersten beiden Schritte ein paar Mal.
4. Jetzt beginne, die Schnittstelle zu suchen: Wo genau geschieht das Umschalten von nach innen gerichteter zu nach außen gerichteter Wahrnehmung?
Wie mein kölscher Mathelehrer zu sagen pflegte: Dat is de Stell', wo dat Pferd sisch lesch'.
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