Max Pothmann | Autor | Bühnenbild & Requisitenbau | Köln-Bonn
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11.09.2026

Schwarzfahrer von Pepe Danqart

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat eine Rechtsaußenpartei die Mehrheit in einer Landtagswahl erreicht. Am 06.09.26 wählten fast 44% der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt die Afd. Das finde ich besorgniserregend - aus vielen Gründen. Einer davon ist die deutsche Geschichte, die allen vor Augen führen sollte, das rassistisches Gedankengut - welches die genannte Partei vertritt, was immer sie nach außen behaupten mag - zu nichts anderem führt als zu Desaster. 

Ganz abgesehen davon, dass die unterschiedliche Wertung von Menschen anhand von Herkunft und Hautfarbe (oder, wenn wir schon dabei sind, sexueller Orientierung) jeder Grundlage gesunden Menschenverstandes entbehrt. 

Warum? Weil die überwiegende Mehrheit der heutigen Familien in Deutschland – Schätzungen zufolge weit über 60 bis 80 % – seit den 1870er Jahren eine direkte oder indirekte Migrationsgeschichte in ihrer Ahnenlinie aufweist, sich also bei vielen Anhängenden jener Partei bei ein wenig Kenntnis der eigenen Geschichte die Katze in den Schwanz beißen würde. 

Würde, würde, würde, wenn die Menschen denken würden.

Was immer hilft, ist Kunst. Hier Pepe Danquarts Kurzfilm "Schwarzfahrer", der 1993 den Oskar für den besten Kurzfilm erhielt:


Wer keine Zeit hat, kann hier eine auf knapp vier Minuten gekürzte Fassung sehen.

15.08.2018

Fokus und Konzentration

Seit Mitte Januar arbeite ich an einem Roman. Die ersten drei Monate dieser Zeit verbrachte ich auf der griechischen Insel Ithaka in einem Häuschen am Meer (sieh frühere Posts). Fokus und Konzentration fielen mir dort leicht. Es gab schlichtweg kaum Ablenkung von meinem Vorhaben: Jeden Tag stand ich mit der Sonne auf und konnte mich ganz dem Schreiben widmen.
Problematisch wurde in diesem Setting vielmehr der Körper: Vom unergonomischen Arbeiten am Laptop bekam ich Nackenschmerzen und einen Tennisarm.

Mitte April kam ich zurück nach Köln. Seit einiger Zeit arbeite ich nachmittags wieder regulär. Jeden Morgen setze ich mich an meinen Text. Jonathan Frantzen hat einmal ungefähr gesagt, man können kein Buch schreiben, wenn man an seinem Arbeitsplatz einen Internetzugang hat. Ganz falsch ist das nicht. Wie leicht man sich in Recherchen verliert oder sich gleich ganz ablenken lässt von der eigentlichen Arbeit, nämlich dem Schreiben der Geschichte.

Zufällig bin ich auf die wunderbar simple "Breathing Exercise" von Google gestoßen. Mir hilft sie, das Zentrum wiederzufinden, wenn es verloren geht: